Endlich ein richtiger Berg

Wir sind nun schon eine Weile in Südamerika, sind auch schon viel gewandert, durch tiefe Schluchten, entlang schroffer Geröllfelder, tolle Nationalparks, über Hügel und Täler aber ein richtiger Berg war noch nicht dabei. Hier unten im Lake Distrikt kommen dafür, zumindest für unser eins nur 2 Berge in Frage: der Villarica oder der Osorno. Beides fantastische Vulkane mit schneebedeckten Flanken und einer perfekten Kegelform. Wir entschieden uns für den 2847 Meter hohen Villarica da es am Osorno zu dieser Zeit tiefe Gletscherspalten gibt und diese den Berg recht gefährlich machen. Außerdem waren wir eh gerade näher am Villarica.
Es gibt 2 Zeiten um auf den Berg zu klettern: 7 Uhr los gehen, ein Stück mit der Seilbahn fahren und dann aufsteigen oder um 4:30 Uhr los und das Seilbahnstück laufen, dafür weniger Leute und das Rot der aufgehenden Sonne. Wir entschieden uns natürlich für 4 Uhr.  Die Tour bucht man am besten direkt vor Ort in Pucon. Dort gibt es sicher 25 Firmen die die Tour anbieten aber nur 2 die um 4:30 Uhr starten. Es kostete uns einige Zeit und Nerven diese zu finden.
Am nächsten Tag hieß es dann 3:3o aufstehen. Leider machen in Pucon Hunde die ganze nacht Krach und es war unglaublich heiß, so das wir relativ wenig Schlaf bekamen. Etwas übermüdet wurden wir dann gegen 4:3o von unseren Guides abgeholt und mit allem nötigen ausgestattet: Wasserfeste Kleidung, Gamaschen, Eispickel, Steigeisen, Helm und einem Plastik-Arschrutschdeckel. Wer sich wundert was man damit an einem Vulkan macht, sollte bis zu Ende lesen.
Nach einer halbstündigen Fahrt erreichten wir den Fuß des Villarica. Dann ging der 5 stündige Aufstieg los. Zuerst über einen Lavahang und dann nach kurzer Pause über die schneebedeckte Flanke, den Eispickel immer fest in der Hand um das Gleichgewicht zu halten und im Notfall eine unerwünschte Talfahrt zu beenden. Der Aufstieg gestaltete sich viel leichter als vermutet und nach 5 Stunden mit viel zu langen Pausen dazwischen erreichten wir den Gipfel. Ein tolles Gefühl direkt in den Krater eines Vulkans zu schauen. Die Dämpfe, die immernoch aus dem Vulkan steigen, brennen zwar in den Augen und bringen eine arg zum Husten aber tolle Aussicht und das Gefühl auf einem so perfekt geformten Vulkan zu stehen, machen das schnell vergessen. Im Krater ging es weit nach unten und wir konnten Gesteine in vielen Farben sehen und die Schwefelschichten am Kraterrand. Nach einer ausgedehnten Pause wurde die wasserfeste Kleidung und die Gamaschen angelegt. Dann rutschten wir auf dem Hintern den Berg wieder hinab. Teilweise mit Plastikdeckel, in den sehr steilen Stücken ohne. Eine tolle Art einen Berg abzusteigen.  Nach ca. 1,5 Stunden erreichten wir glücklich und zufrieden und mit Schnee in jeder Ritze der Kleidung das Auto und fuhren wieder zurück nach Pucon.

 

 

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Los Torres del Paine

Jeder der nach Patagonien fährt will dort hin
Jeder der nach Patagonien fährt will dort hin und jetzt weiß ich auch warum. Ich rede vom berühmten Nationalpark Torres del Paine, ein fantastisches Fleckchen Erde, was nur leider inzwischen turistisch sehr ausgebeutet wird, aber man muss einfach hin wenn man hier unten ist, so also auch wir.
Wir entschieden uns, wie die meisten, das so genannte W zu laufen, ein Wanderweg der die meisten Sehenswürdigkeiten des Parks mitnimmt. Im Park angekommen stellten wir erstmal unser Zelt auf und legten uns in den Schatten. Leider unter einen Baum mit Raupen die Stacheln haben und etwas weh tun, wenn man sich drauf legt, was ich auch zu spühren bekam. Am nächsten Morgen machten wir uns früh auf um uns die bekannten 3 Spitzen des Parks anzuschauen – ein anstrengender 3,5 stündiger Aufstieg. Aber die Anstrengung wird mit einem tollen Blick auf diese genialen Berge belohnt.

Wir konnten sie zwar nur mit Wolken darüber sehen und ca. 1,5 Stunden später zog es auf, als wir schon fast wieder unten waren, trotzdem war die Wahl früh aufzustehen richtig, denn in der Sonne wurde es schlagartig unerträglich heiß und wir waren froh am frühen Nachmittag wieder am Campingplatz zu sein  um uns in den Schatten zu flüchten.
Am nächsten Tag ging es mit Gepäck incl. Zelt, Schlafsäcken und Essen für 3 Tage auf Richtung Campamento Italiano. Tolle Ausblicke auf den Cerro Pain Grande und auf den Lago ??? versüßten uns den harten 7 stündigen Marsch. Im Camp angekommen gab es nur noch Essen und wir gingen bald schlafen. Da mir mein Knie etwas weh tat ließ ich die am nächsten Tag geplante Wanderung ins Valle Francaise ausfallen und wir liefen gemütlich 2,5 Stunden zum Lago Peohe wo wir erneut unser Lager aufschlugen.

Am letzen Tag war die Wanderung zum Grey Gletscher geplant. Nach einem anstrengendem auf und ab und Winden bis ca 90 km/h erreichten wir nach ca 4 Stunden den Mirador Grey mit Blick auf den riesigen gleichnamigen Gletscher. Da der Wind aber auch hier recht stark bließ genossen wir die Aussicht nur kurz und machten uns dann wieder auf den Nachhauseweg. Am Lago Peohe angekommen nahmen wir den Katamaran über den See. Mitten auf dem See sahen wir große Wolken über die Berge kommen. Wir hatten unendliches Glück mit dem Wetter, 4 Tag Sonne satt.
Am anderen Ufer blieb Gine zurück und ich nahm den Bus um unser Auto zu holen, mit der Idee nicht doppelt für den Bus zahlen zu müssen. Leider war die Überlegung nicht sonderlich gut, denn die Fahrt mit den langsamen Bussen dauerte ewig, ca 2.5 Stunden. Gine hatte Glück und wurde in das Haus der Katamaranfahrer eingeladen, sonst wäre sie sicher erfrohren.  Es ging aber alles Gut und wir machten uns im Sonnenuntergang auf den Weg richtung Puerto Natales.
Der Torres ist ein toller Park wenn nicht alles so teuer wäre und wir waren dort in der Nebensaison. Ich möchte nicht wissen wie viele Menschen dort im Januar und Februar sind.

Nachtrag: Nicht nur mit dem Wetter hatten wir wahnsinniges Glück: wie wir jetzt gehört haben, steht der halbe Park zur Zeit in Flammen. Schade drum, dort war es wirklich sehr schön.

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Kleine und große Entdeckungen am Straßenrand

Wenn man wie wir viele, viele Kilometer auf der Staße durch Chile und Argentinien unterwegs ist, entdeckt man, häufiger als gedacht, tolle Dinge. Sachen die man vorher im Reiseführer übersehen hat oder man einfach nicht wusste, dass man direkt daran vorbei fährt.
Unsere erste Entdeckung waren die Cuevas de los Manos: Wir fuhren auf der berühmten Ruta 40 durch die Wüste in Argentinien und wurden auf ein Schild aufmerksam. Noch dazu war auf unserer Karte ein Roter Stern eingezeichnet. Ein Blick in den Reiseführer verriet uns, dass hier ganz in der Nähe Felsen mit 9000! Jahre alten Zeichnungen gefunden wurden, die auch noch seit längerem Weltkulturerbe sind. Sieht man die Bilder, hat die man die auf jeden Fall schonmal gesehen, aber wir hatten keine Ahnung, dass diese hier in the middle of nowhere zu finden sind.

Auf dem kleinen Umweg zu diesen Zeichnungen, machten wir die zweite Entdeckung: Strauße. Diese doch sehr beeindruckenden und großen Vögel leben auch hier, in großen Mengen (ja ich weiß, die sieht man auch in Kummer, aber das ist nicht ganz das Gleiche)

Eine weitere Entdeckung war auf der Careterra Austral in Chile. Wir verfuhren uns etwas und landeten in einem Ort namens Puerto Bertrand. Ein kleines Dorf mit nur ein paar Häusern und einem großen Schild: Rafting. Wir sprachen also mit dem Guide und machten uns eine Stunde später auf, Stromschnellen der Klasse 3 zu durchfahren, ein genialer Spaß.

Solcher Entdeckungen gab es noch ein Paar mehr, aber wir müssen zuhause ja schließlich auch noch etwas zu erzählen haben.

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Zweimal Fahrrad und zurück

1. Teil

Um das Spannendste gleich vorweg zu nehmen, ja sie heißt the world´s most dangerous road, road of death oder la ruta de muerte aber das stammt von vor einigen Jahren als die Straße wirklich noch befahren wurde. Heut zu Tage hat sich das relativiert, da sich keine Busse mehr auf der viel zu schmalen Straße aneinander vorbei schieben und auch keine Autos die Lkws in unübersichtlichen Kurven überholen. Die einzigen Gefahren die noch bleiben sind die bis zu 1000 Meter die es links neben einem bergab geht und die vereinzelten Autos die sich die alte Straße hoch quälen. Ach ja und es herrscht Linksverkehr, von daher fährt man immer schön am Abgrund. Da das alles, außer dem Namen, doch etwas zu langweilig scheint, hat sich die Firma B-side entschieden den oberen Asphaltpart mit einem richtigen Offroad Part zu ersetzen. Die Schwierigkeit steigt damit, laut B-Side, von Beginner auf Intermediate. Da die Übersetzung für Intermediate “fortgeschrittener Anfänger” ist, traute ich mir das durchaus zu. Zusammengefasst eine 4 stündige Downhillfahrt von 4700 auf 1300 Meter. Komplett ohne Asphalt.

Das alles klang super für mich und da Gine leider angeschlagen in La Paz im Bett lag, entschied ich mich die Tour bei B-Side mit dem klangvollen Namen “Death Road Delirium” zu buchen.

Am Sonntag den 27.11.2011 ging es in La Paz -Bolivien um 7.00 Uhr mit einem ordentlichen Frühstück los. Unser Guide holte uns 3, Jason der Kanadier, Yann aus der Karibik und mich, im Restaurant ab. Nach 1,5 Stunden Fahrt kamen wir an unserem Ausgangspunkt auf 4660 Meter an -- Duster, Nebel und um die 7°C. Die Räder wurden ausgepackt, Ausrüstung (Vollhelm, Knieschützer, Ellenbogenschützer, Handschuhe und regenfeste Übersachen) angelegt. Dann hatten wir ca. 15 Minuten Zeit uns an die vollgefederten Fahrräder zu gewöhnen. Nach einer kurzen Einweisung durch unsere 2 Guides ging es los. Der erste Part wurde vom Guide beschrieben: ein kurzes nicht allzu steiles Stück, jedoch rechts stark abfallend. Wenn man das Gleichgewicht verliert solle man das Bein links raus halten. Das alles klang extrem abenteuerlich und bei der ersten Rampe vor mir die mit “nicht so steil” beschrieben wurde, rutschte mir mein Herz in die Hose. Aber nun gab es kein Zurück mehr, also los. Die ersten 3 Abschnitte waren leichter als es den Anschein hatte. Dann kamen wir zu einem extrem steilen Stück. Ich fuhr als erstes nach dem Guide los. Keine 3 Meter später rutschte mein Vorderrad über einen großen Stein und ich landete auf der Nase. Zu meiner Erleichterung erging es meine Mitstreitern nicht besser. Die nächsten 3-4 Abschnitte waren flacher, schneller zu fahren und für mich angenehmer. Ein weiteres Highlight war dieses Stück, ich bin der erste Fahrer:

Mit vielen schnellen Abschnitten auf einem breiten Kiesweg ging es das Tal hinab. An einer Kreuzung wartete unser Bus. Dieser lud unsere Räder auf und fuhr uns auf die road of death, an die Stelle an der der Asphalt aufhört und der Offroad Track beginnt. Im Vergleich zum “Delirium” Part war dieser komplette Abschnitt jedoch recht einfach zu fahren, nur die 2 großen Gefahren kamen dazu. Bis zu 1000 Meter nach unten und ab jetzt Gegenverkehr. Das man doch wieter konzentriert bleiben muss, musste Jason am eigenen Leib erfahren: Auf halber Strecke stürzt er direkt vor mir bei voller Fahrt. Wäre er auf der linken Seite gefahren, hätte es böse ausgehen können. Er kam aber mit einer kaputten Uhr und einer schönen Schürfwunde am Oberschenkel davon. Der Rest der Fahrt verlief ohne weiter Zwischenfälle und nach einem ordentlichen Mittag ging es zurück nach La Paz.

 

2. Teil

Bei der 2. Fahrradtour war Gine mit von der Partie. Unser Plan: eine kleine Tour von San Pedro de Atacama ins Valley de la Luna um den Sonnenuntergang zu sehen. Etwa 20 Kilometer, etwas auf und ab. Klang alles super. Wir liehen uns am 3.12.2011 Mountainbikes aus und fuhren gegen 16:30 Uhr los. Der erste Teil bis zum Parkeingang war einfach aber schön. Dann kam plötzlich Wind auf und man hatte die ganze Zeit das Gefühl man würde bergauf fahren. Der Wind wurde stärker und stärker und langsam hörte es auf Spaß zu machen. Zu allem Überfluss hatte ich natürlich auch noch meine Sonnenbrille vergessen und so peitschte mir der Wind und der Sand in die Augen und ins Gesicht. Eigentlich wollten wir zu einer berühmten Düne fahren und den Sonnenuntergang von dort sehen. Doch wir fuhren an dieser vorbei und kamen an eine anderen Aussichtspunkt. Dieser hatte den Vorteil das wir fast allein waren und fast den gleichen Blick auf die Felsen und die tollen Farben im Sonnenuntergang hatten. Als wir wieder los fuhren war der Wind natürlich verschwunden. Als wir dann auf dem Rückweg an der Düne vorbei fuhren, waren wir froh sie verpasst zu haben. 5 Reisebusse und 20 Autos voll mit Menschen waren auf der Düne gewesen. Die Heimfahrt im Dunkeln war anstrengend aber den Blick definitiv wert.

Windhose

Windhose

Gine auf der Düne

Gine auf der Düne

Suchbild

Suchbild

Sonniger Fels

Sonniger Fels

Sonnenuntergang

Sonnenuntergang

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Pampas und Dschungel

Endlich können wir uns durchringen, etwas über unseren Pampas- und Dschungeltripp zu schreiben. Zu unserer Verteidigung, das Internet hier ist furchtbar und es macht absolut keinen Mut, wenn
man schonmal 5 Minuten warten muss bevor man überhaupt anfangen kann zu schreiben. Ok genug des blabla.
Los ging es am 18.11.2011. Der Flug nach Rurrenabaque war gebucht und wir machten am Morgen noch ein paar Besorgungen bevor es gegen Mittag mit dem Taxi zum Flughafen ging. Am Schalter wurde uns erstmal mitgeteilt, dass wir ohne die Kreditkarte mit der wir den Flug im Internet gebucht hatten nicht
fliegen können. Das war uns zwar alles etwas unverständlich und nicht ganz normal aber andere Länder andere Sitten. Also zurück ins Hostel nach La Paz- Karte holen. Zurück am Flughafen durften wir für umgerechnet 7€ mit dem nächsten Flieger mit. Als wir dann jedoch den “Flieger” sahen, waren wir uns nicht mehr ganz sicher was wir hier eigentlich tun. Die 2 Propeller Maschine sah aus wie von vor ca. 40 Jahren. Aber an dieser Stelle gab es kein Zurück mehr, also Augen zu und durch.

Propellermaschine

Propellermaschine

In Rurre angekommen, nahmen wir uns ein Hostel und am nächsten Tag ging es mit dem Jeep in die Pampas. Hier hieß es erstmal Siesta machen, denn um diese Uhrzeit verkriecht sich sowieso alles irgendwo im Schatten wo man es nicht sieht. Nach einem vorzüglichen Mittagessen ging es dann endlich los. Mit dem Boot gemächlich flussabwärts. Es gab viele tolle Tiere zu sehen, von bizarren Vögeln über Schildkröten, Libellen bis hin zu Krokodilen. Fantastich. Der einzige Wermutstropfen: Moskitos, Moskitos, Moskitos. Gine konnte am Abend, mit ungelogen 30-50 Stichen nur  am Hintern, ein Lied davon singen. Ich hatte 7 aber am gesamten Körper. In der Dunkelheit ging es dann zurück zur Lodge. Man konnte mit Taschenlampen die Krokodilsaugen überall im Wasser sehen. Tolle Sache.

Hoatzin

Hoatzin

Schildi

Schildi

Vogel

Am nächsten Tag ging es früh morgens auf zu einer tieferen Stelle des Flusses um Delphine zu sehen. Wir sahen schon einige auf dem Weg dort hin und richtig viele Krokodile. An der tiefen Stelle angekommen, konnte ich endlich in den mit Piranhas und Krokodilen gefüllten Fluss springen und mich abkühlen. Der Rest traute sich nicht.

Am Nachmittag war Piranhas fischen angesagt. In unserer Reisegruppe waren noch 2 Münchner. Das Viehzeug an den Haken zu bekommen war für alle nach etwas Übung eine leichte Sache (Gine hatte es als Erste raus), nur beim lösen vom Haken stellten sich die 2 Münchener etwas an. Alles in allem eine tolle aber nicht ganz ungefährliche Sache. Bekommt nämlich der Piranha einen Finger zu fassen, beißt er vielliecht zu und diese Blutung ist schwer zu stoppen. Fazit Piranha: Fangen macht spaß, er schmeckt fantastisch, nur leider ist nicht viel dran.

Am dritten Tag ging es auf Anakonda Jagt aber um es kurz zu halten, wir hatten kein Glück und haben keine gesehen. Danach ging es zurück nach Rurre und von dort aus mit dem Boot über den Beni River direkt in den Dschungel.

Der erste unserer 2 Dschungeltage fiel komplett ins Wasser. Nach 3 Stunden im ströhmenden Tropenregen hatten weder wir, noch unser Guide, Lust auf mehr und so verbrachten wir den Rest des Tages mit Karten spielen und auch die geplante Übernachtung im Freien wurde leider leider abgesagt. Ein kurzer Nachtspziergang rundete diesen gemütliche Tag ab.

Am 2. und letzen Tag war ein 3 Stunden Treck mit anschließendem Floßraft auf dem Río Beni angesagt. Das Wetter war fantastisch und der Ritt auf dem Fluss auch. Gine und ich verbrachten zwar die meiste Zeit im Wasser anstatt auf dem Floß, aber das machte einfach mehr Spaß.

Am Abend ging es zurück nach Rurre und 2 Tage später zurück nach La Paz.

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Der lange Weg nach Machu Picchu

Gine und Marco melden sich wieder mal aus Peru. Das erste große Highlight unserer Reise sollte die 500 Jahre alte Inka Stadt Machu Picchu werden. Das Problem dabei, wie hinkommen? Es gibt 3 Wege:

1. Peru Rail: Eine 2 stündige Zugfahrt von Cuzco nach Aguas Calientes, der Ausgangstadt zum Aufstieg nach Machu Picchu -- langweilige Sache, die hin und zurück für 2 Personen 280$ gekostet hätte. Absolut keine Option.

2. Inka Trail: Ein 4 bis 5 tägiger Treck durch das sogenannte Sacred Valley. Anstrengen, viele Touristen und unglaublich teuer: 200$ pro Person. Nein Danke.

Wir entschieden uns für Option Nummer 3: Eine 7 stündige Autofahrt über die Dörfer Santa Maria und Santa Teresa mit anschließendem 2 stündigen Treck durch den Urwald an einer Bahnlinie entlang. Gedacht getan. Wir standen also am Samstag um 3 auf um ein tags zuvor bestelltes Taxi zu bekommen, das uns zu einem Punkt in Cusco bringen sollte, an dem die so gennanten Stars -- einfache Minibusse für 8 Personen, es können aber auch 16 werden- abfahren. Da wir aber in Peru sind, kam das Taxi erst nach wiederholtem Anruf, 2o Minuten später. Am Abfahrtsort angekommen wurden wir erstmal von ca. 8 schreienden, schubsenden, kleinen Peruanern empfangen, die uns dazu überreden wollten, in IHREN Bus zu steigen. Ich fands lustig, Gine war extrem genervt von der Situation. 10 Minuten später saßen wir in einem der Busse und etwas später ging es los. Eine rasante Fahrt über einen 4350 Meter hohen Pass über enge Straßen Richtung Santa Maria. Der Fahrer fuhr wie ein Wilder und über Achterbahnen aller Art werd ich ab jetzt lachen. Einen kleinen Ausschnitt gibts hier (Die Musik ist übrigens original).

In Santa Maria angekommen empfing uns ein netter junger Peruaner, lud uns in seinen alten Toyota ein und fuhr uns Richtung Santa Teresa. Der Fahrer wurde besser -- die Straßen schlechter. Sie änderten sich von mittelbreiten Teerstraßen zu schmalen Schotterstraßen, nur dass es links neben uns mehrere 100 Meter in die Tiefe ging änderte sich nicht. Hupen vor jeder Kurve ist fast lebenswichtiger als jede Bremse und so bahnten wir uns lautstark den Weg nach Santa Teresa. Und so sieht es aus, wenn man dann doch mal einem Auto begegnet.

In Santa Teresa stiegen wir in das nächste Taxi und 30 Minuten später begann unsere Wanderung durch einen genialen Urwald, an einer Bahnlinie entlang, mit unzähligen Schmetterlingen, Papageien (!), Pflanzen und anderen Tieren.

Blick aus dem Urwald auf den Rio Urubamba

 

Ein Vogel (Wer ihn kennt kann gerne sagen wie er heißt)

3 Stunden später erreichten wir Aguas Calientes. Am nächsten Tag ging es dann nach Machu Picchu, eine tolle alte Ruine in atemberaubender Umgebung.

Machu Picchu

Dann ging es auf dem gleichen Weg wieder zurück  nach Cuzco, nur nahmen wir den Zug durch den Urwald.

Also sollte irgend jemand mal nach Machu Picchu wollen, thats the way to go.

 

 

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Colca Canyon

Hallo,

nachdem uns die Rezeptionistin in unserem Hostel in Arequipa mit psychologischer Gerissenheit davon überzeugt hatte, eine geführte Trekking-Tour in den Colca Canyon zu unternehmen, starteten wir am Dienstag um 3 (jaa, … frühs, nicht nachmittags) genau dort hin. Unsere Vorstellung: eine gemütliche Wanderung an zwei Tagen und nebenbei den zweittiefsten Canyon der Welt genießen, vielleicht einen Kondor sichten und schöne Fotos machen.

Zurück zur Realität: Dienstag morgen 9Uhr: Nach einer sechsstündigen Schüttelpartie erreichen wir “Mirador cruz del condor” und sofort war der erste echte Kondor in Sicht. Bis dahin lief alles nach Plan. Nach wenigen weiteren Minuten Busfahrt ging die “kleine Wanderung” los. Nun wurde uns erstmals offenbart, worauf wir uns eigentlich eingelassen haben … beginnen sollten wir mit 3 Stunden härtestem Abstieg in den Canyon, ohne Schatten, brennende Sonne, dafür mit umso mehr Schotterweg und steilen Felsstufen. Danach sollten Mittagessen und 4 Stunden auf-und-ab-Weg am Grund des Canyons folgen. Zu dem Zeitpunkt wussten wir noch nicht, dass wir an dieser Stelle überhitzt, völlig unterzuckert und allgemein ganz schön fertig sein würden. (Zum Mittagessen hin ist Gine mehr gekrochen als gelaufen, das letzte Essen gab es 6Uhr früh und nun war es schon 1). Trotz der Strapazen  waren die Aussichten wunderschön. Unten im Tal hatten wir fast die ganze Zeit unser Ziel vor Augen: eine Oase, mit Palmen, Wasserfällen, Blumen und kleinen Bambushütten in der ansonsten relativ kargen Landschaft. Wir ließen den anstrengenden Tag bei einem Bier und mit unseren Leidensgenossen beim Abendbrot lustig zu ende gehen.

Am nächsten morgen kurz vor 5 ging es wieder los, diesesmal nur bergauf, nämlich dorthin wo wir hergekommen waren – eine nicht gerade motivierende Aussicht. Unser Guide hatte uns gezeigt zu welchen Bäumen wir hoch müssen und die waren ganz schön winzig von da unten. Aber nützt ja nix, wir mussten ja hoch und zwar zu Fuß und nicht per Muli, wie es manche machten. Das ging am Anfang auch noch ganz passabel in der kühlen Morgenluft, aber je höher man kam, je wärmer es wurde, umso schwummriger wurde der Kopf und umso schwerer wurden die Beine. Oben angekommen gabs dann auch endlich mal Frühstück und wir haben den Rest des Tages mit Sightseeing am Canyon verbracht. Jetzt grade baden wir den Muskelkater aus, den man bekommt, wenn man in solchem Gelände, in solcher Höhe in 3 Stunden 1200m hochkraxelt.

Vor einer Stunde sind wir dann jetzt in Cusco angekommen und gucken uns demnächst Machu Picchu an. Aber erstmal ausruhen, schlafen und an die Höhe hier gewöhnen.

Kondor

Kondor

 

Beim Abstieg

Beim Abstieg

Unsere Behausung

Unsere Behausung

Da unten waren wir

Da unten waren wir

Geschafft aber ohne Füße

Geschafft aber ohne Füße

 

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wir sind da!!! Lima hupt!

Hallo,

wir sind heil angekommen nach einem etwas holprigen Flug und einer gefühlten Ewigkeit.

Lima ist … sagen wir bemerkenswert. Schnell, laut, voller Autos die bei uns seit 10 Jahren aufm Schrottplatz wären (so eins hat uns auch zum Hostel gefahren – Anschnallen?!?! nö, is nich) und kleiner wahrscheinlich illegaler Stadtbusse die jeden Touri anhupen, ob er nicht mit will. Sowieso – die Autos, die fahren wie sie wollen, man muss echt aufpassen, was wir allein heute schon an Fast-Unfällen gesehen haben, einfach unvorstellbar. Trotzdem ist die Stadt einfach wunderschön. Wir haben uns heute schon den zentralen Platz (Regierungspalast, Kirchen, Katakomben, …) angeschaut und den laaaangen Tag mit peruanischem Bierchen am Pazifik ausklingen lassen.

Kurz gesagt, uns gehts gut, alles läuft und morgen abend versuchen wir einen Nachtbus nach Arequipa im Süden zu bekommen.

Liebe Grüße, Gine und Marco

PS: Die Erwartungen wurden unterboten: hier spricht wirklich NIEMAND englisch. Noch nicht mal Flughafenpersonal. Also ist jetzt Spanisch angesagt, ob wir wollen oder nicht. Aber das passt … die Peruaner sind sehr hilfsbereit bis jetzt.

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Hola a todo el mundo!

Hola a todo el mundo! – Hallo allerseits! :)

wir haben uns gegen Facebook und für diesen Blog entschieden, um euch während unseres Trips auf dem Laufenden zu halten – immer wenn es mal geht, schicken wir hier ein Lebenszeichen von uns und verraten kurz, wo wir sind.

Es geht ja noch nicht los, aber zur Info an die die es noch gar nicht genau wissen. Es geht los am Donnerstag den 3.11. ab Frankfurt – Sao Paulo – Lima/Peru.

Wir wünschen euch viel Spaß beim Lesen (in der Hoffnung wir haben ab und zu die Möglichkeit was zu posten)!

Marco und Gine

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